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Beim Thema Grillen geht es um die Wurst
Masterplan-Entwurf für das Tapachtal vorgestellt - "Pennerhotel" könnte Seniorengarten weichen


Am Freitag wurde der MasterplanEntwurf für das Tapachtal vorgestellt. Bei der anschließenden Diskussion stand dabei ein Sachverhalt ganz besonders im Mittelpunkt: Grillen und grillen lassen - bei diesem Thema schieden sich die Geister der gut 20 Workshop-Teilnehmer.

Die meisten Normalbürger denken beim Begriff „grillen" an nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil: Schließlich munden eine Wurst
oder ein Steak besonders gut, wenn sie unter freiem Himmel gebrutzelt werden. Für viele Anwohner und Nutzer des Tapachtals hält sich der Genuss freilich in Grenzen. Kein Wunder, werden doch regelmäßig komplette Tierhälften auf den Rost geworfen und die wenig appetitlichen Überreste des Festmahls einfach in die Gegend geworfen. Nicht gerade zimperlich wird auch mit Bänken, Schildern, Bäumen und Büschen umgegangen - sie landen oftmals im Feuer.

Wie man diese und andere Probleme in den Griff bekommen kann, wurde am Freitag diskutiert. Circa zwei Dutzend Bürger und Amtsvertreter waren zum zweiten TapachtaI-Workshop ins Porsche-Gymnasium gekommen, bei dem Landschaftsarchitekt Werner Winkler seinen Entwurf für einen Masterplan vorstellte. Die Grundlagen des Entwurfs stammen vom ersten Workshop im November, bei dem im Rahmen einer Bürgerbeteiligung Anregungen und Ideen gemacht worden waren.
Vor allem die leidige Grillsituation stand im Mittelpunkt der Diskussionen. Sah es zunächst so aus, als hätten die Befürworter eines strikten Verbots die Überhand, so einigte man sich nach einigem Hin und Her auf eine Kompromisslösung. Auch weiterhin darf gegrillt werden, allerdings soll die Grillstelle auf der großen Wiese unterhalb des Bürgergartens entfernt werden und die Grillmöglichkeiten auf der oberen Wiese weiter nach Süden verlegt werden. Auf diese Weise kann der Hundeauslauf dorthin verlegt werden.

Damit sich die Nutzer des Naherholungsgebiets in Zukunft ordentlich benehmen und schnell zurechtfinden, ist ein Leitsystem vorgesehen. Das könnte dann auch über die Standorte der Toiletten informieren. In welchem Umfeld zukünftig die Notdurft verrichtet werden kann, ist aber noch nicht klar. Fest installierte Toiletten sind teuer und wartungsintensiv, Dixi-Klos werden von Rabauken immer wieder umgekippt. Problematisch ist die Situation um den Bürgertreff am nördlichen Rand des Tals.
„Pennerhotel" wird dieses Areal genannt, zu den Gästen zählen Gruppen von Jugendlichen und Erwachsenen, die dort tief in die Flasche schauen, große und kleine Geschäfte in den Büschen verrichten und lautstark Partys feiern. Diesem Tun möchte man Einhalt gebieten. Die Pergola könnte komplett entfernt werden, eventuell wird auf dem Gelände ein Seniorengarten gebaut. Ebenso wie das „Pennerhotel" genießen der Spiel- und Bolzplatz höchste Priorität.
Beide sollen saniert und aufgewertet werden, bereits im April sind erste Treffen von Arbeitsgruppen geplant. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass die Ergebnisse des Workshops in einen endgültigen Masterplan einfließen, der dann dem Bezirksbeirat und den Stadträten vorgelegt wird. Finanziert wird das Vorhaben durch das Programm Soziale Stadt.


Von Bernd Zeyer
Mit freundlicher genehmigung der "Nord-Rundschau"



20.03.2007

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