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Eröffnung: Mit dem Bürgerhaus
kommen neue Farben in den Stadtteil Rot


Trotz des farbigen Namens ist der Stadtteil Rot geprägt von den eintönigen Fassaden des preiswerten Wohnungsbaus der Nachkriegsjahre. Doch nun bringt das Bürgerhaus nicht nur mit seiner neuen und frechen Fassade mehr Buntheit in das Fördergebiet des Bund-Länder-Programms „Die Soziale Stadt“. Das Haus wird allen kulturellen und sozialen Gruppen von Rot offen stehen und so zu einem Mittelpunkt und Aushängeschild für das bisher eher im Verborgenen blühende Gemeinwesen von Rot.

Nach knapp einem Jahr Bauzeit kann das ehemalige Evangelische Gemeindezentrum nun als umgenutztes und modernisiertes Bürgerhaus den Betrieb aufnehmen. Der große Festsaal wird für Nutzungen des gesamten Bezirks Zuffenhausen zur Verfügung stehen. Folgerichtig haben über vierzig Vereine und Gruppen ihre Beteiligung an dem zweitägigen Eröffnungsprogramm zugesagt. Bei Außenstehenden war Rot bisher nicht bekannt für sein blühendes Kulturleben. Nun darf sich der Stadtteil an eine neue Rolle gewöhnen : Vom kulturellen Mauerblümchen zum attraktiven Veranstaltungsort.
Auch die anderen Räume rund um die neugeschaffene Cafeteria sind für eine intensive und flexible Bespielung durch ganz unterschiedliche Gruppen angelegt. Der Geburtsvorbereitungskurs findet in einem mit Matten und Kissen ausgestatteten Mehrzweckraum ebenso seinen Platz wie die Aktiven des Förderprogramms „Die Soziale Stadt“ im Büro nebenan. Entlang eines sich durch das Gebäude schlängelnden Farbbandes sind einzelne Wände in freundlichen Farben angelegt und verleihen jedem Raum seine eigene Prägung.

Mit dem Caritasverband für Stuttgart konnte ein zuverlässiger und gemeinnütziger Betreiber für die Cafeteria gefunden werden. Eine Finanzierung dieser Kooperation mit dem Förderprogramm „XENOS“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist auf einem guten Weg, - immerhin wurde die erste Stufe des Förderantrags bereits bewältigt. Die Verwaltung der Räume liegt in den Händen des Bezirksamts von Zuffenhausen. So kann ein nachhaltiges Betriebskonzept sichergestellt werden. Die Beteiligung und die Mitwirkung der Projektgruppen und Arbeitskreise des Stadtteils beim Betrieb des Bürgerhauses wurden vereinbart und wegen ihrer Bedeutung als elementare Strukturen im Programm der Sozialen Stadt für die Zukunft fest verankert.

Auch bei der Planung des Umbaus und der Entwicklung des Nutzungskonzepts waren die Bürger eng eingebunden. Beim projektleitenden Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung freut man sich über das anhaltend große Engagement in Rot, dem jetzt dieses Leitprojekt der Sozialen Stadt in recht kurzer Zeit mit eher bescheidenen Mitteln gelungen ist. Zu den Gesamtkosten des Bürgerhauses von rund 1,3 Millionen € tragen Bund und Land rund ein Drittel als Fördermittel bei. Das neue Bürgerhaus in der Auricher Straße 34a wird am zweiten Maiwochenende 2007 zwei Tage lang mit einem vielfältigen Programm gefeiert. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster eröffnet am Samstag, dem 12. Mai 2007 um 14:30 Uhr im Rahmen eines Festprogramms die neuen Räume und beglückwünscht die Roter zu diesem Erfolg!


08.05.2007

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