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Wildes Theater
gegen Gewalt in allen Facetten


Gewalt an Schulen beschäftigt die Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen. Bei einer Präventionswoche an der Uhlandschule sollen die Kinder lernen, Alternativen zu finden.

"Wenn ich Kohle brauche, besorg ich sie mir", sagt Pascal mit fester Stimme. Was das bedeutet, muss Jenny erfahren. Zusammen mit einer Komplizin hält er das Mädchen fest, durchsucht die Handtasche und findet eine Monatskarte für die Bahn. "Wenn du uns morgen zehn Euro bringst, kriegst du sie wieder. Wenn nicht, passiert was!", gibt er Jenny mit auf den Nachhauseweg. Zum Glück ist diese Szene nur gestellt. Die "Wilde Bühne" ist am Montagmittag in die Uhlandschule gekommen, die Schauspieler stellen Szenen aus dem Alltag junger Leute nach. Das Besondere an dem Stück ist, dass die Schüler aktiv ins Geschehen eingreifen können, um Konfliktlösungen zu finden. Die ganze Woche über gibt es verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Gewalt. "Momentan beschäftigt uns vor allem verbale Gewalt", erzählt Lehrerin Brigitte Wurst. Deshalb wurde ein Strafenkatalog eingeführt, wer mehr als dreimal erwischt wird, muss mit Konsequenzen rechnen. Leider, so Lehrerkollege Timo Schorn, würden viele Schwierigkeiten von außen in die Schule getragen. Deshalb sei es wichtig, das Problem von verschiedenen Seiten anzugehen.


(bz)
Mit frdl. Genehmigung der Nord-Rundschau


04.03.2008

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