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Zuffenhäuser können sagen,
wo der Schuh drückt
Zuffenhausen. In gut zwei Wochen haben die Zuffenhäuser Gelegenheit, Oberbürgermeister Wolfgang Schuster zu sagen, wo sie der Schuh drückt. Am Montag, 14. April, findet von 19.30 Uhr an in der Halle der Hohensteinschule eine Bürgerversammlung statt.
Einen halben Tag lang ist Bezirksvorsteher Wolfgang Meyle mit einem Fotografen unterwegs gewesen, um die Hot Spots Zuffenhausens abzulichten. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster wird am Montag, 14. April, also genug Bildmaterial zur Verfügung haben, um bei seinem Vortrag bei der Bürgerversammlung Diskussionsstoff zu liefern. Ohnehin ist die Liste mit möglichen Themen nicht gerade kurz. "Hauptpunkte werden sicher die Verkehrsproblematik und die Verzögerung des Stadtbahnbaus sein", sagt Meyle. Doch auch sonst finden sich zahlreiche Themen, die zur Sprache kommen könnten. Dazu zählen Wohnungsbau, Stadtentwicklung, Handel und Gewerbe, Spielplätze, Kultur, Kindergärten und Schulen. Meyle rechnet fest damit, dass die Halle wieder proppenvoll sein wird. So war es nämlich auch bei den vergangenen Bürgerversammlungen im April 1999 und im September 2003.
Beginnen wird die Veranstaltung um 19.30 Uhr mit einer Begrüßung durch den Bezirksvorsteher, danach steht dann die Ansprache des Stuttgarter Stadtoberhauptes auf dem Programm. Rund 100 Dias wird Schuster dabei an die Wand werfen. Punkt drei der Tagesordnung dürfte für die meisten Besucher der wichtigste sein. Dann nämlich haben die Bürger Gelegenheit, dem OB zu erzählen, wo sie der Schuh drückt. Voraussetzung für eine Wortmeldung ist allerdings, dass zuvor ein Zettel ausgefüllt wird, auf dem Name und Anliegen des Fragestellers zu finden sind.
"Der OB bereitet sich auf solche Veranstaltungen immer akribisch vor", weiß Meyle. Dass Schuster von dem einen oder anderen Fachbürgermeister in die Hohensteinhalle begleitet wird, steht außer Frage. Wer aus dem Rathaus am 14. April allerdings mit dabei sein wird, ist bislang noch nicht klar. Sicher wird Schuster auch die Gelegenheit ergreifen, um für gesamtstädtische Themen wie das Mammutprojekt Stuttgart 21 die Werbetrommel zu rühren.
Den Zuffenhäusern liegen, so steht zu vermuten, allerdings ganz andere Fragen am Herzen. Beispielsweise die Lärm- und Luftbelastungen durch Straßen- und Bahnverkehr. Lkw-Durchfahrtverbot, Ausbau der Heilbronner Straße, Abriss der Zufahrtsrampe an der Friedrichswahl oder Lärmminderungsplan sind Stichworte, die in der Hohensteinhalle sicher fallen werden. Sorgen macht vielen Bürgern momentan auch noch ein anderes Thema: Eigentlich hätte mit dem Tunnelbau für die neue Stadtbahnlinie U 15 schon seit Januar begonnen werden sollen. Rechtliche Streitereien um die Vergabe der Bauarbeiten haben bislang aber dafür gesorgt, dass Stillstand herrscht.
Positiven Diskussionsstoff wird es natürlich auch geben. Bestes Beispiel dafür ist das Förderprogramm "Soziale Stadt Rot". Seit 2003 ist es gelungen, im Stadtteil wichtige Projekte ins Rollen zu bringen. Dazu zählt unter anderem auch das neue Bürgerhaus an der Auricher Straße. Das kennt Schuster ganz genau - schließlich hat er es seinerzeit selbst eingeweiht.
Die Bürgerversammlung beginnt am Montag, 14. April, um 19.30 Uhr in der Hohensteinhalle, Hohensteinstraße 25. Saalöffnung ist um 18.30 Uhr. Broschüren über die Veranstaltung liegen unter anderem im Bezirksrathaus, der Zehntscheuer und im Kulturzentrum aus.
Von Bernd Zeyer Mit frdl. Genehmigung der Nord-Rundschau |
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