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Kreisverkehr soll bis Oktober
über die Runden gebracht werden


Übernächste Woche soll mit dem Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Tapachstraße/Haldenrainstraße begonnen werden. Die Pläne für das 370 000 Euro teure Vorhaben wurden am Dienstagabend im Zuffenhäuser Bezirksbeirat vorgestellt.

Seit dem Jahr 1994 lagen in den Schubladen der Verwaltung Pläne für einen Kreisverkehr an der Kreuzung Tapachstraße/Haldenrainstraße. Dort würden sie wahrscheinlich heute noch Staub ansetzen, wäre nicht vor zwei Jahren das Areal des Programms Soziale Stadt Rot erweitert worden. Dank der Fördergelder kann das Vorhaben nun endlich verwirklicht werden. Die Pläne aus den 90er Jahren sind von der Verwaltung zusammen mit dem Arbeitskreis "Öffentliche Flächen und Verkehr" der Sozialen Stadt überarbeitet worden. Wolfram Bott und Bernd Lempp vom Tiefbauamt haben sie am Dienstag im Bezirksbeirat vorgestellt.

"Sowohl die Situation der Radfahrer als auch der Fußgänger wird sich verbessern", kündigte Lempp an. Erstere könnten künftig am Außenrand des Kreisels, der einen Durchmesser von 28 Metern haben wird, in die Pedale treten. Letztere sollen die Fahrbahn auf insgesamt drei Zebrastreifen sicher überqueren können. Auch in einem anderen Bereich soll sich einiges verbessern: Zwar müssen vier Bäume gefällt werden, ersetzt werden sie allerdings durch acht Neupflanzungen. Grundsätzlich, so Lempp, werde es in dem Bereich mehr Grün als bisher geben. Eine Begrünung hätten viele auch gern auf dem Hügel in der Mitte des Kreisels. Wie genau die Insel gestaltet wird, darüber ist bislang abschließend nicht entschieden worden. Momentan zerbrechen sich noch die Mitglieder eines Arbeitskreises mit der möglichen Gestaltung den Kopf.

Beginnen, so Bott, werden die Bauarbeiten am 23. Juli. Die Phase eins, während der der Lastwagenverkehr umgeleitet werden muss, soll komplett in den Ferien über die Bühne gehen. In der vierten und letzten Bauphase finden die Belagsarbeiten statt, deshalb muss die Kreuzung hin und wieder für einen Tag gesperrt werden. Nach 14 Wochen, also gegen Ende Oktober, soll das 370 000 Euro teure Projekt dann fertig werden. Auf die Stadtbahngleise wird der Kreisel keinen Einfluss haben, sie werden nur am Rand tangiert. Auch die Bushaltestelle muss nicht verlegt werden.

Die Vorteile des neuen Kreisverkehrs hatte Verkehrsplaner Stephan Oehler bereits im vergangenen Jahr im Bezirksbeirat erläutert: Rückstaus sollen auf diese Weise vermieden werden, der Verkehr könnte sicherer den Kreuzungsbereich passieren als bisher, Lärm und Abgase würden reduziert, und auch gestalterisch ließe sich einiges verbessern. Unter dem Strich, so das damalige Fazit, soll durch das Projekt der gesamte Platz aufgewertet werden.



Von Bernd Zeyer
Mit frdl. Genehmigung der Nord-Rundschau


11.07.2008

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