Hunderte Blätter aus Tonpapier hatten die Organisatorinnen ausgeschnitten und damit die Wänden geschmückt. Am Freitag, den 04.07. herrschte von 14 bis 18 Uhr Strand- und Dschungelatmosphäre im Jugendhaus in der Bartensteiner Straße beim Kelterplatz. Rund 50 Mädchen besuchten die Veranstaltung des Mädchentages im Haus 11!
Eine große Bildergalerie mit allerlei exotischen Tieren und Menschen aus der Karibik, teils mit traditionellen Kostümen, weckten Urlaubsstimmung und Fernweh. Die Gastgeberinnen Melanie Haumann und Johanna Kapsokili samt ihren Kooperationspartnerinnen des Kinder- und Jugendhaus Stammheim, des Lagaya Verein mit seinem Suchtpräventionsprojekt Mädchen.Sucht.Auswege. und der Mobilen Jugendarbeit Zuffenhausen und Rot trugen Baströcke und bunte Blumenketten.
„Erstaunlich ist, wie frei und ungekünstelt sich die Mädchen durch das Haus bewegen. Es ist egal, ob man eine Maske aus Heilerde im Gesicht hat oder mit Theaterschminke verschmiert ist. Die Mädchen sind ganz sie selbst, sie sind authentisch.“ resümieren die beiden Pädagoginnen. Auf die Mädchen warteten an dem sonnigen Tag zahlreiche Angebote im Jugendhaus und auch im Außengelände und auf der schönen Sommerterrasse im Grünen.
Da hatte man dann die Qual der Wahl, ob man lieber zuerst am Tanzkurs für karibische Tänze wie Limbo und Samba teilnehmen soll, an der spannenden Dschungel-Safari mit einer Schlangengrube und einem Hindernislauf, den es mit verbundenen Augen und nur mit Hilfe eines Seils zum Entlanghangeln zu bewältigen galt. Beim Trommelworkshop unter Anleitung von Ursula Köpp wurden Wassertropfen, prasselnder Regen und Gewitter nachgeahmt und auch mehrstimmig der Takt geschlagen und geklopft. Ein echter Barkeeper erklärte, wie man exotische und farbenfrohe Fruchtcocktails ganz ohne Alkohol schütteln, rühren oder auch floaten kann. Die Cocktails trugen dabei Namen wie Ozean, Paradiesvogel, Oktopussy, Orangenzauber und roter Teufel.
„Viele Mädchen wissen nicht, welche Fruchtsäfte süß und welche säuerlich-frisch schmecken. Auch die Geschmacksrichtungen bei Sirup wie Kokos und Mandel sind den meisten erst mal unbekannt. Schön ist, dass die Mädchen viel nachfragen. Ich denke, sie lernen viel bei dieser Veranstaltung,“ so Barkeeper Christian Wolf. In der Kreativwerkstatt entstanden Schamanenketten im Ethnolook mit selbst modellierten Raubkatzenzähnen oder -klauen und wunderschönen Holzperlen.
Und im Park der Sinne, der sich im Freien unter Bäumen und mit im Wind sanft flatterten bunten Organzastoffen befand, gab es neben tollen Gesichtsmasken aus natürlichen Zutaten einen Barfusspfad, ein Riechquiz und kostenlose Rastazöpfe. Auf der Sommerterrasse formten die mädchen begeistert mit den Händen frisches Fladenbrot, das in einer großen Pfanne goldbraun gebacken und anschließend mit einer Mischung aus Banane, Mandeln und Honig gefüllt wurde.
Eine spontane Abschlussshow im großen Hof des Jugendhauses rundete den Tag ab. Die Trommlerinnen präsentierten ihr gelerntes Stück und die Tanzlehrerin heizte den Anwesenden noch einmal so richtig ein und animierte die Menge zu Hüftschwung und Kreistänzen.
Haus 11
Portrait
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