15 Damen und 3 Herren haben sich in den Stadtteilen mittels verschiedener Kursbausteine ehrenamtlich zu Integrationsmediatoren weitergebildet mit dem Ziel, anderen Familien mit Migrationshintergrund Hilfestellung beim Einleben in Deutschland und bei familiären Problemen zu geben. Am Montag, 7. Juli, wurden sie mit einer Feier in der Aula der Uhlandschule geehrt und haben ein Teilnahme-Zertifikat erhalten.
An der Feier nahm auch der Leiter der Stabsabteilung für Integrationspolitik der Stadt Stuttgart, Gari Pavkovic, teil. Er überreichte die Zertifikate und nannte die neuen Helfer eine "wichtige Unterstützung für den Stadtteil und die Schulen".
Mehmet Havalci von der Bildungsoffensive für türkischsprachige Menschen in Stuttgart (BOS) hat die Ausbildung von Eltern mit Migrationshintergrund zu ehrenamtlichen Integrationsmediatoren unter anderem an der Uhlandschule Rot und der Herbert- Hoover-Schule Freiberg in Form eines LOS-Projekts angeboten und dazu Referenten aus den verschiedenen Bereichen organisiert, die die Teilnehmer rund ein Jahr praxisnah schulten. In den Kursen wurde Wissen vermittelt über die Entwicklung von Kindern vom Kleinkindalter bis zur Ausbildung und um Fragen der Erziehung und Bildung. Die TeilnehmerInnen lernten Einrichtungen und Organisationen kennen, die ihnen bei der Beratung anderer Eltern mit spezifischen Problemen helfen. Sie können in diesen Fällen an die richtigen Profis weitervermitteln.
Eine große soziale Ressource stellt auch die Herkunft der Integrationsmediatoren dar. Alle haben selbst einen Migrationshintergrund und beherrschen neben Deutsch noch eine weitere Sprache, darunter Bosnisch, Griechisch, Englisch, Russisch, Arabisch oder Türkisch. Dies ist wichtig, um auch Eltern, die keine ausreichenden deutschen Sprachkenntnisse haben, helfen zu können. Im Kurs selbst wurde neben den fachlichen und methodischen Kompetenzen Wert auf die Verbesserung der Sprachkompetenz der Teilnehmer gelegt. So konnten sie ihren Wortschatz gerade in Erziehungsthemen erweitern. Als Brückenbauer und Vermittler möchten die frisch gebackenen Mediatoren nun ihre Arbeit aufnehmen und im Bedarfsfall gerne helfen. Herr Havlaci steht ihnen als persönlicher Ansprechpartner auch nach Ende der Ausbildung weiter zur Verfügung.
Einrichtungen, die Bedarf an Beratung und Unterstützung nichtdeutscher Familien sehen, können sich an Herrn Havlaci (Tel.: 0711 456 465) oder an die Sekretariate der Schulen zur Vermittlung eines Integrationsmediators wenden.
Der Kurs wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Europäischen Sozialfonds in der LOS-Förderperiode 2007/2008 gefördert. |