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"Mit der Stadterneuerung
auf dem richtigen Weg"


Freiberg. Vor kurzem hat Baubürgermeister Matthias Hahn Schautafeln eingeweiht, auf denen die verschiedenen Projekte des Programms Soziale Stadt vorgestellt werden. Eines jener Projekte ist in dieser Woche fertiggestellt worden: Der Platz vor dem kleinen Ladenzentrum wurde für 1,77 Millionen Euro umgebaut.

Als Freiberg 1999 ins Bund-Länder-Förderprogramm Soziale Stadt aufgenommen wurde, gab es bereits erste Stimmen, die sich für eine attraktive Ortsmitte aussprachen. Als Areal kam der Bereich am kleinen Ladenzentrum in Betracht. Erste Gespräche über eine mögliche Gestaltung fanden im Rahmen der Bürgerbeteiligung 2001 statt. Dennoch zogen einige Jahre ins Land, bis das Projekt endlich in Angriff und schließlich auch zum Abschluss gebracht werden konnte. Von Anfang an war klar gewesen, dass die Interessen verschiedener Gruppen unter einen Hut gebracht werden mussten. Neben den Bürgern waren Eigentümer des Ladenzentrums, die Evangelische Kirche, Landschaftsarchitekt Peter Maier und natürlich die entsprechenden Ämter der Stadt beteiligt. Bis ein überzeugendes und bezahlbares Konzept gefunden werden konnte, hat es deshalb mehrere Jahre gedauert. Die Gesamtkosten betragen 1,77 Millionen Euro, 60 Prozent davon tragen Bund und Land, den Rest bezahlt die Stadt.

Das Warten, da sind sich die Beteiligten einig, hat sich gelohnt. Der Marktplatz hat eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität als zuvor. Hinderliche Barrieren wurden entfernt, durch die neu gewonnene Übersichtlichkeit und die einheitliche Struktur tritt die Funktion des Platzes als Ortsmittelpunkt und Stätte der Begegnung in den Vordergrund. Von zentraler Bedeutung bei den Planungen sind die Bedürfnisse von Menschen mit Bewegungseinschränkungen als auch die Belange von Sehbehinderten gewesen. Belohnt wurden diese Bemühungen mit einer Nominierung für den Architekturpreis Beispielhaftes barrierefreies Bauen 2007. Bürgermeister Matthias Hahn ist darauf besonders stolz: "Das dokumentiert die hervorragende Qualität der Projekte der Sozialen Stadt und zeigt uns, dass wir hier mit der Stadterneuerung auf dem richtigen Weg sind", sagte er bei der Platzeinweihung am Mittwoch.

Nach mehr als einem Jahr Bauzeit sind nun auch die Pflanzarbeiten auf dem Marktplatz abgeschlossen. Überdimensionierte Verkehrsflächen sind zurückgebaut worden. Auf der frei gewordenen Fläche wurden neue Parkplätze angelegt, die mehr Kunden ins kleine Ladenzentrum locken sollen. Auch die Bereiche jenseits der Mönchfeldstraße wurden einbezogen. Der Platz ist jetzt teilweise Fußgängerzone. Im Zuge des Straßenrückbaus entstand außerdem auf einer Grünfläche nahe der Stadtbahnhaltestelle ein überdachter Treffpunkt für Jugendliche. Zusammen mit der Mobilen Jugendarbeit haben ihn die Heranwachsenden selbst gebaut.

In der Projektstruktur der Sozialen Stadt heißen die Maßnahmen Freiberg Mitte I und Freiberg Mitte II. Die Straßenflächen im Kreuzungsbereich Wallenstein-/Mönchfeld-/Suttnerstraße mit dem Marktplatz und dem kleinen Ladenzentrum (Freiberg Mitte I) und im Anschluss daran der Kreuzungsbereich Suttner-/Balthasar-Neumann-Straße (Freiberg Mitte II) bilden mit einer Gesamtfläche von etwa 20 000 Quadratmetern die größte Infrastrukturmaßnahme der Sozialen Stadt Freiberg/Mönchfeld.



Von Bernd Zeyer
Mit frdl. Genehmigung der Nord-Rundschau


28.07.2008

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