Am vergangenen Sonntag lud die Gruppe 'Blautopf' im Rahmen der 'Roter Tage der Musik' zum Konzert in die Auferstehungskirche. Ein Massenandrang fand zwar wegen des drohenden Regens (der es sich schliesslich doch anders überlegte) nicht statt, dafür konnte man das besinnliche wie heitere Konzert im sakralem Ambiente um so mehr geniessen. Die drei Musiker, die mit diesem Konzert gleichzeitig ihr 10-jähriges Bandjubiläum feierten, brachten die richtige Mischung aus Tiefe und Unterhaltung in die ehrwürdige Kirchenhalle.
Das Programm bestand aus einer Mischung von irischen, englischen, italienischen, skandinavischen und osteuropäischen Stücken - jedes einzelne durchdacht ausgesucht und stets mit einer erzählten Einleitung kommentiert, die es dem Zuhörer ermöglichte, auch die Hintergründe der Entstehung der Stücke zu erfahren.
Für die perfekte Mischung sorgten neben den fast kabarettistischen Einlagen zwischen den Stücken einige mehrstimmig gesungene Lieder über Liebesfreud und -leid, religiösem Fanatismus historischer Zeiten bis hin zu einem vertonten (und mit einem Augenzwinkern bedachten) Mordfall, eine sog. 'Moritat'.
Die Grösse der Kirchenhalle bot die richtige Akustik für die gekonnt agierenden Musiker Jens Walter (Drehleier, Geige, Mandoline, Percussion), Katrin Zojer (Cello, Flöte, Mandola) und Gerd Pätsch (Akkordeon, Geige, Flöte, Bratsche). Sie wurden zum Abschluss, nach zwei vom begeisterten Publikum gewünschten Zugaben, vom Kirchenvertreter und Organisator Gerhard Staehler dann auch zum Dank und aufgrund ihres Bandnamens ausnahmsweise mit blauen anstatt mit roten Blumen bedacht, wie dies laut Staehler im Stadtteil sonst immer der Brauch gewesen wäre.
Man darf gespannt sein auf die 'Roter Tage der Musik' 2010 - wenn es wieder heisst "Blautopf spielt in Rot"!
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