Zazenhausen. Die Hohlgrabenäcker werden weiter aufgesiedelt. Bei einem Fest vor Ort hat am Montagabend die Baugenossenschaft Zuffenhausen (BGZ) über den Fortschritt ihrer Arbeiten informiert.
Rund 16 Hektar umfasst das Neubaugebiet Hohlgrabenäcker. Später einmal sollen dort circa 1000 Menschen leben, als Zielgruppe hat man vor allem junge Familien im Blick. Einer der Bauträger ist die BGZ. Im Rahmen des Programms "Preiswertes Wohneigentum" erstellt sie 20 Reihenhäuser sowie weitere 8 Doppelhaushälften für den freien Verkauf. Letztere werden momentan am Rosenapfelweg erstellt. Sie bieten rund 140 Quadratmeter Wohnfläche, bekommen eine Fußbodenheizung, Solarkollektoren auf dem Dach sowie eine Garage. Fünf der acht Häuser sind bereits verkauft.
"Ansonsten hatten wir eigentlich keine weiteren Ambitionen", erzählte Bernd Heinl, technischer Vorstand der BGZ, am Montagabend. Dann aber habe die Stadt im Herbst 2007 einen Bauträgerwettbewerb für Reihenhäuser durchgeführt. Die Baugenossenschaft hatte daran teilgenommen, ihr sind vier Grundstücke zugesprochen worden. Zwei davon werden zurzeit mit insgesamt 20 Reihenhäusern aus dem Programm Preiswertes Wohneigentum bebaut. Auch sie werden über Fußbodenheizungen und Solaranlagen verfügen. Der Preis für ein Mittelhaus beträgt 250 000 Euro.
Allerdings hat die internationale Finanzkrise mittlerweile auch die Region und somit das BGZ-Vorhaben erreicht. Von Anfang an, das betonte Heinl, habe die Nachfrage bei den Reihenhäusern etwas hinter den Erwartungen zurückgelegen. Im Zuge der Krise hätten dann einige Kaufinteressenten, die beispielsweise bei Automobilfirmen und Zulieferbetrieben beschäftigt sind, die Reservierung nicht mehr aufrecht erhalten können. Dennoch, so Heinl, habe man sich im Herbst 2008 entschlossen, mit dem Bau zu beginnen. "Zum einen, weil wir an die Hohlgrabenäcker glauben, zum anderen, weil wir die Hoffnung haben, dass sich die Wirtschaft wieder erholen wird", sagte Heinl.
Stadtverwaltungsdirektor Erhard Brändle ging in seiner Rede vor allem auf das 1984 ins Leben gerufene Projekt Preiswertes Wohneigentum ein. Bis zum heutigen Tag habe die Stadt 2085 Reihenhäuser und Eigentumswohnungen gefördert und Grundstücksverbilligungen von mehr als 50 Millionen Euro gewährt. "Auch heute ist die Weiterführung des Programms so aktuell wie vor 25 Jahren", betonte Brändle. Auf die BGZ könne man sich dabei verlassen, schließlich habe sie seit 1990 insgesamt 230 Einheiten im Preiswerten Wohneigentum stets zur vollen Zufriedenheit von Käufern und Stadt erstellt.
Für Planung und Bauüberwachung zeichnet die Architektengemeinschaft ARP verantwortlich. "Alle Häuser profitieren gleichmäßig von der Südausrichtung", erklärte Architekt Frank Maier. Zudem würden geringe Grundstückstiefen, Hanglage und große Fensterflächen für helles Wohnambiente sorgen.
Von Bernd Zeyer Mit frdl. Genehmigung der Nord-Rundschau |