Protokoll der Sitzung der AK's 2 und 4 der Sozialen Stadt Zuffenhausen 6 - Rot vom 25.05.2009
Tagesordnung
1. Wegeverbindung zwischen Raiser - Mönchsbergstraße - Bürgerhaus und Hans-Scharoun-Platz 2. Ortszentrum Hans-Scharoun-Platz, Bebauungsplanverfahren 3. Bushaltestelle Schozacher Straße, Verengung durch Straßenbahnhaltestelle - Verlegung vor Haldenrainstraße 75 ? 4. Lärmminderungsplan für Zuffenhausen / Rot - Sachstandsbericht 5. Ergebnis des Wettbewerbs Gundelsheimerstraße 51, Wohnbebauung 6. Löwensteiner Straße mit Brunnenplanung 7. Wer rastet, der rostet: Fitnesspark für Senioren 8. Verschiedenes
TOP 1 Wegeverbindung zwischen Raiser - Mönchsbergstraße - Bürgerhaus und
Hans-Scharoun-Platz
Herr Lempp berichtet zum aktuellen Stand der Planung. Das Projekt wurde in 2008 zwei Mal in der offenen Bürgerbeteiligung vorgestellt, die dort eingebrachten Anregungen wurden in der Planung berücksichtigt. Im Verlauf der Schozacher Straße wird die Baumallee fortgesetzt bis zur Haldenrainstraße, der Gehweg wird zurück verlagert, die Mönchsbergstraße wird schmaler gestaltet, die Parkplätze werden neu geordnet und durch Baumpflanzungen gegliedert. Im Bereich der Zufahrt zur Kaserne wird der Asphaltbelag teilweise zurückgebaut und die Baumbeete werden vergrößert. Im Bereich der Kurve gibt es eine Einengung und Neuordnung der Parkierung, ein sicherer Überweg wird angelegt. An der Schozacher Straße wird zwischen Parkhaus und Tankstelle ein Gehweg angelegt. Im Bereich der Tankstelle können wegen der dort verlegten Leitungen keine weiteren Bäume gepflanzt werden. Die Gespräche mit dem Pächter der Tankstelle laufen, durch einen größeren Personalwechsel konnte hier noch keine Planung festgelegt werden. Im ersten Halbjahr 2010 soll mit dem Bau begonnen werden.
In der anschließenden Diskussion wird festgehalten: · Im Bereich des Parkhauses werden weitere Bäume gepflanzt. · Die Verkehrsinseln werden auf 3 cm abgesenkt, eine Abstimmung mit den Behindertenvertretungen ist erfolgt. · Vom Roter Stich kommend ist eine Einfahrt in die Tiefgarage der Else-Heydlauf-Stiftung trotz der Verkehrsinsel möglich.
TOP 2 Ortszentrum Hans-Scharoun-Platz, Bebauungsplanverfahren
Herr Holch stellt anhand einer Power-Point-Präsentation das Planungsvorhaben vor. Der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan soll möglichst vor der Sommerpause gefasst werden, spätestens aber nach der Sommerpause. Die öffentliche Auslegung ist erfolgt. Es wurden einige Anregungen aufgenommen. Die SWSG verhandelt derzeit mit dem Amt für Liegenschaften und Wohnen. Die Vertragsparteien sind sich einig, dass die SWSG die gesamte Fläche erwirbt.. Die SWSG ist üblicherweise mit der Wohnraumerstellung betraut, den sogenannten „Gastrowürfel“, der städtebaulich sehr bedeutsam ist, soll Gastronomie und Dienstleistung beherbergen. Die SWSG kann nicht zum Bau des Würfels verpflichtet werden. Für den „Würfel“ gibt es die Zusage des Amtes für Stadterneuerung, die SWSG bei Planung und Vermarktung aus Mitteln der Sozialen Stadt zu unterstützen. Das Büro Kaiser und Kaiser wird einen Auftrag für die Entwurfsplanung des Würfels erhalten. Mit einem Exposé wird man dann auf potentielle gewerbliche Nutzer zugehen. Das Büro Kaiser und Kaiser wird auch mit der Weiterplanung des Platzes beauftragt, da hier die Kosten reduziert werden müssen. Die Achse in Richtung Bürgerhaus könnte den Quadratmeterpreis mindern, evtl. können die umstrittenen Sitzstufen einer großzügigen Trittstufenanlage weichen. 150 Euro/ qm sind die Obergrenze. Ideen zur Kostenreduzierung aus der Bürgerbeteiligung sind willkommen.
In der anschließenden Diskussion wird festgehalten: · Die Abbruchmaßnahmen werden so spät wie möglich eingeleitet, um die Nahversorgung durch den Penny-Markt lange zu erhalten. · Es ist bereits daran gedacht, über dem Supermarkt das 1. OG für Arztpraxen zu gestalten, evtl. auch die ca. 100 qm im 1. OG des Gastrowürfels. · Am Standort der Bäckerei Sehne wird „Betreutes Wohnen“ entstehen, vielleicht wären auch hier Arztpraxen denkbar. Die Stadt hat beim Investor ein positives Signal für die Erneuerung auch an diesem Standort gegeben. Der Investor sieht zumindest im EG betreutes Wohnen in Wohngruppen vor. · Die Anregung an diesem zentralen Ort ein öffentlich zugängliches WC zu installieren, nimmt Herr Holch auf. · Derzeitige Abfallproblematik sollte rechtzeitig für den künftigen Hans-Scharoun-Platz angepackt werden. Herr Holch geht davon aus, dass ein künftig anspruchsvoller Platz auch zu einem adäquaten Verhalten der Nutzer führt. Herr Holch hat den Penny angehalten den Müll um den Markt zu beseitigen · Eine Postfiliale sollte am Hans-Scharoun-Platz untergebracht werden.
TOP 3 Bushaltestelle Schozacher Straße, Verengung durch Straßenbahnhaltestelle - Verlegung vor Haldenrainstraße 75?
Es wird ein Gespräch mit der SSB zu diesem Punkt geben. Die Haltestelle wurde vorübergehend vor das Hochhaus Haldenrainstraße 75 verlegt. Die frei werdende innere Spur sollte nach dem Wunsch der Bürgerbeteiligung für zusätzliche Parkplätze genutzt werden und zur leichteren Parkierung der anliefernden LKWs, Umzugswagen etc. Das ist laut Herrn Lempp nicht möglich, da der Z-Überweg Aufstellfläche braucht. Die Hochbeete werden zurückgebaut, so es entsteht ein Freiraum der zum Be- und Entladen genutzt werden kann. Allerdings wird darauf zu achten sein, dass kein wildes Parken erfolgt. Die Planung der Hochbahnsteige ist mit der Verwaltung abgestimmt. Eine Fahrbahnbreite von 5,50 m ist ausreichend. Durch die Bauzeit sind Abschrankungen angebracht worden, wodurch die Fahrbahnbreite jetzt schmaler wirkt. Herr Lempp versichert aber, dass der Platz ausreichen wird. Jeder PKW wir am Bus vorbeikommen, allerdings kein LKW. Der Durchstich der Murhardter Straße zur Schozacher Straße ist im neuen Bebauungsplan für eine spätere Realisierung festgehalten. Im Moment ist das auf Grund der ablehnenden Haltung der benachbarten Hausgemeinschaft nicht möglich.
TOP 4 Lärmminderungsplan für Zuffenhausen / Rot - Sachstandsbericht
Herr Kupsch berichtet, dass der Gemeinderat der Umsetzung im Haushalt 2010/ 2011 grundsätzlich zugestimmt hat. Die vollständige Umsetzung wird aber erst nach Beendigung der Umbaumaßnahmen der Unterländer Straße möglich sein. Der Punkt wird dann erneut behandelt.
TOP 5 Ergebnis des Wettbewerbs Gundelsheimerstraße 51, Wohnbebauung
Herr Kupsch erläutert seine Auffassung zur Neuplanung, die er für die SPD-Bezirksbeiratsfraktion im Bezirksbeirat Zuffenhausen vertreten hat. Er begrüßt den beabsichtigten Neubau von Eigentums- und Mietwohnungen in der Gundelsheimer Straße. Es ist an der Zeit, dass hier eine Neuordnung erfolgt. Da im Bereich Rot Ost sehr viele betagte Leute wohnen, ist es sehr bedauerlich, dass der Standort eines Discounters entfällt. Ein Weg zum Discounter am Hans-Scharoun-Platz ist für einen Großteil der überalterten Bevölkerung zu beschwerlich. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass im Bereich der Haltestelle Tapachstraße die eingeschossige Ladenflächen erheblich erweitert werden muss. Er fordert eine Überprüfung der Ladenzeile mit dem Ziel, einer umgehende Erweiterung der Geschäfte. Zudem sollte der Kontakt zur Baugenossenschaft Neues Heim aufgenommen werden. Diese hat im Bereich der Haltestelle einen Neubau fertig gestellt. Eventuell könnte hier im EG ein Geschäft mit ca. 120 qm Verkaufsfläche untergebracht werden. Es liegt auch eine Anfrage der CDU-Gemeinderatsfraktion zur Nahversorgung in Rot Ost im Rahmen des Bauvorhabens Gundelsheimerstraße 51 (G 51) vor. Wo wird der Einkauf insbesondere für die ältere Wohnbevölkerung möglich sein, wenn künftig in der G 51 eine reine Wohnnutzung erfolgen wird? Eine Anfrage von Herrn Holch an die Bauträger wie SWSG, Neues Heim etc. hat ergeben, dass keiner der Bauträger Interesse daran hat, Gewerbeflächen in Rot Ost zu schaffen. Nach Auffassung von Herrn Holch gehört der Einzelhandel in die Ladenzeile an der Tapachstraße, diese ist fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Herr Mak hält den Weg zum Aldi nach Freiberg für zumutbar. Der Penny-Markt hatte seinerseits die Räume in der G 51 gekündigt und damit die Neuordnung ausgelöst, hat aber zwischenzeitlich wieder größeres Interesse an den Räumen. Die Baugenossenschaft Neues Heim wird erneut angefragt, evtl. käme ein Tafelladen in Kombination mit der Oase in einem Laden in der Tapachstraße in Frage.
Herr Reich war als Vertreter der Bürgerbeteiligung im Preisgericht dabei. Es wurden 5 Büros angefragt. Die meisten Entwürfe wiesen eine mangelnde städtebauliche Anpassung an die umgebende Bebauung sowie eine zu geringe Größe, unpassende Gestaltung oder Ausrichtung des geforderten Quartiersplatzes auf. Die Arbeit von Reichl, Sassenscheidt und Wagner hat die Aufgabe ideal gelöst. Der Entwurf sieht einen öffentlichen Platz vor, der eher intim ist und künftige Nutzungskonflikte im Vorfeld berücksichtigt. Leider müssen einige Bäume gefällt werden, die aber wo es möglich ist, neu gepflanzt werden.
Die SWSG wird das Grundstück, das sie bisher in Erbpacht haben, erwerben. Es wird kein neuer Bebauungsplan nötig sein. Für die Oase wird ein Ausweichstandort gesucht. In 2010 könnte evtl. mit den Abbruchmaßnahmen begonnen werden. Gedacht ist an 50 % Mietwohnungen und 50 % Eigentumswohnungen.
Die ca. 80 Teilnehmer/innen des AK 2 und 4 beschließen einstimmig, dass auf auf die SWSG zugegangen werden soll, mit der Bitte eine Weiterentwicklung der Ladenzeile in der Haldenrainstraße, zwischen Gundelsheimer - und Fleiner Straße, in die Wege zu leiten.
TOP 6 Löwensteiner Straße mit Brunnenplanung
Herr Schwers präsentiert das Modell für die Brunnengestaltung. Es geht von einem Drei-Generationen-Brunnen mit drei Becken und drei Amazonasfindlingen aus. Es wird ein Trinkwasserbrunnen mit einer sehr anspruchsvollen Steuerung des Wasserlaufs Herr Hans stellt die Planung für den Platz vor. Baubeginn wird Frühjahr 2010 sein. Die Ausschreibung der Leistungen erfolgt im September 2009. Der oberirdische Teil des Brunnens, wie Steine, Brunnenschale etc. kann nicht aus Mitteln der Sozialen Stadt bezahlt werden, sondern nur die Technik. Ein Teil der Kosten muss deshalb über Spenden getragen erden. Herr Schwers hatte die Spendenbereitschaft der Bewohner in der Rotwegsiedlung erfragt, auch der HGV wurde angefragt, ebenso die Stiftung „Stuttgarter Brünnele“. Er geht davon aus, dass die Mittel über Spenden bereit gestellt werden können. Die Brunnenstube und die Technik belaufen sich auf ca. 30.000 Euro, der oberirdische Teil dürfte ca. 10.000 Euro kosten. Die Befürchtungen einiger Teilnehmer/innen, dass der Brunnen Vandalismus zum Opfer fällt, wird nicht geteilt. Es gibt Brunnenpaten, die Anwohner spenden und die Erfahrung zeigt, dass Brunnen in guter Umgebung, meist nicht beschädigt werden.
TOP 7 Wer rastet, der rostet: Fitnesspark für Senioren
Das Projekt wird im Arbeitskreis 4 geplant. Frau Hermann berichtet, dass im Rahmen der Feier „Fünf Jahre Soziale Stadt“ der Wunsch geäußert wurde, dass im öffentlichen Raum etwas für Senioren gemacht wird. Ein Fitnesspark für Senioren soll nun im Rahmen einer Einzelprojektgruppe bearbeitet werden. Das erste Treffen findet am 1. Juli um 18:00 Uhr im Bürgerhaus statt. Alle sind herzlich eingeladen!
TOP 8 Verschiedenes
8.1 Wahl der Sprecher/in und Stellvertretung des AK 4 Herr Reich als Sprecher und Frau Hermann als Stellvertreterin werden einstimmig in ihrem Amt bestätigt. 8.2 Wahl der Sprecher/in und Stellvertretung des AK 2 Herr Kupsch als Sprecher und Herr Schwers als Stellvertreter werden einstimmig in ihrem Amt bestätigt. 8.3 Die Einzelprojektgruppe hat dem Brunnen-Projekt zugestimmt, der AK 2 stimmt dem Projekt ebenfalls einstimmig zu. 8.4 Die Schaukästen am Romeo wurden abgebaut. 8.5 Der nächste Termin zur Gestaltung des Kreisverkehrs Tapachstraße findet am 29. Juni 09 um 16:00 Uhr statt. 8.6 Am 2. Juni findet ein Stadtteilspaziergang ab 15:00 Uhr statt. Treffpunkt ist IGH. Die Route kann bei Herrn Kupsch angefragt werden. 8.7 Der Fußweg an der Markelsheimerstraße wird wohl realisiert. 8.8 Der Müllbehälter in der Eschenauerstraße Höhe Wüstenrotweg wurde abgebaut. Warum? 8.9 Herr Maucher fragt wegen des Lärmschutzes im Neubaugebiet Böckinger Straße an. Herr Kupsch berichtet, dass die Bahn AG z.Zt. keine Möglichkeiten sieht, um eine Lärmschutzwand auf dem Viadukt zu erstellen. Das Bauwerk hält das Gewicht einer solchen nicht aus. 8.10 Zwischen der Schwabbacher- und Bretzfelder Straße sind die Anlagen total vermüllt, Aschenbecher werden z.B. in die Anlage entleert. Die Teilnehmer/innen werden gebeten, ihren Unmut über die gelben Karten der Stadtverwaltung mitzuteilen.
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