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Am Kelterplatz geht's bald rund
Haldenrainstraße bekommt einen neuen Kreisverkehr und eine neue Verkehrsführung


Es ist kaum möglich, die Baufortschritte im Bereich des Kelterplatzes zu übersehen: Ansätze des neuen Kreisverkehrs haben ein Stück der Haldenrainstraße in eine Slalomstrecke verwandelt. 'In diesem Bereich passiert gerade relativ viel', bestätigt Dieter Kühnle vom Tiefbauamt.

Schließlich soll - wenn alles planmäßig läuft - ab Ende September der Verkehr auf der Haldenrainstraße neu abgewickelt werden. Die Autos werden nur noch auf der Südseite, also auf der Seite des alten Postgebäudes, fahren. Zudem wird ein Kreisverkehr eingerichtet. Dieser befindet sich zwischen der Haltestelle und der provisorischen Kehre. Diese müssen die Autofahrer seit etwa anderthalb Jahren nehmen, wenn sie von Stuttgart kommend auf der Ludwigsburger Straße weiterfahren möchten.

Der Kreisverkehr wird einmal dazu da sein, die Autofahrer, die aus Richtung Rot kommen, auf die Südseite zu lenken. Zudem können der Festplatz, die Tiefgarage des Ärztehauses sowie die Hohenloher Straße von dem Kreisel aus angefahren werden. "Die Arbeiten unter Verkehr auszuführen, ist nicht gerade einfach", sagt Kühnle. Deswegen habe es auch viele Gespräche gegeben, um den Bauablauf zu optimieren. So werden momentan die Sommerferien genutzt, um dann intensiv an dieser Stelle zu arbeiten, wenn weniger Autofahrer unterwegs sind. Zumal eine Fahrspur in Richtung Rot geschlossen werden musste. "Wir möchten auf jeden Fall bald nach den Sommerferien fertig sein." Kühnle ist froh, dass trotz der heiklen Baustellensituation in dem Bereich noch nichts passiert ist. Zwar gab es vor etwa zwei Wochen einen Unfall. Doch der hatte mit den Arbeiten nichts zu tun. Vielmehr wollte eine Autofahrerin, die aus Richtung Rot kam, die Kehre für einen U-Turn wieder zurück Richtung Rot verwenden - und streifte bei diesem Manöver eine Stadtbahn. "Zum Glück ist sie glimpflich davon gekommen", sagt Kühnle. Normalerweise dürften sich die Stadtbahnen und Autofahrer auf dieser Kehre nicht begegnen: Die Grünphasen der Ampel sind auf die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Stadtbahnen abgestimmt.

Spannend wird dann die Inbetriebnahme der veränderten Verkehrsführung Ende September: "Die Ampeln der Kreuzung müssen komplett neu eingerichtet werden", sagt Kühnle. Für die Fußgänger gibt es dann übrigens auch einen neuen Gehweg auf der Südseite, der bereits mehr oder weniger fertig gestellt ist. Wenn die Arbeiten für den Tunnel der neue Stadtbahnlinie U 15 einmal abgeschlossen sind, soll die alte Fahrbahn auf der Seite des Ärztehauses umgestaltet werden. An ihrer Stelle werden direkt neben der Haltestelle Kelterplatz ein etwa 3,60 Meter breiten Rad- und Gehweg sowie ein etwa fünf Meter breiter Grünstreifen angelegt. Bis es soweit ist, wird die alte Spur jedoch als Zu- und Abfahrt zur Baustelle benutzt. Eine Rampe führt in die spätere Stadtbahn-Haltestelle vor dem Bezirksrathaus, von dort aus wird der Tunnel unter dem Deckel ausgehoben und fertiggestellt. "Da werden wir jede Menge Erde, Beton und Stahl transportieren müssen", sagt Kühnle. Und auch die SSB brauche den Platz für Gleisbauarbeiten. "Wir werden die Fahrbahn also bis ins Jahr 2011 hinein benötigen."



Von Isabelle Butschek
Mit frdl. Genehmigung der Nord-Rundschau


26.08.2009

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