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'Achse des Bolzens'
nimmt Gestalt an


Rot. Spatenstich für Pliensäcker-Sanierung: Der Platz bekommt Kunstrasen, Basketballfeld und überdachten Treffpunkt. Aller guten Dinge sind drei: Als dritter Bolzplatz in Rot wird das Pliensäcker-Spielfeld modernisiert.

Baubürgermeister Matthias Hahn sprach beim Spatenstich am Freitag gar von einer "Achse des Bolzens". Vor fünf Wochen hat die Sanierung des Spielfeldes im Tapachtal begonnen, 2003/2004 war der Platz an der Fleiner Straße saniert worden.

Rund 200 000 Euro werden Modernisierung und Umgestaltung des Pliensäcker-Areals kosten. Das Geld dazu kommt aus dem Förderprogramm Soziale Stadt Rot. Bund und Land tragen 60 Prozent der Kosten, den Rest bezahlt die Stadt. "Bolzplätze im Wohnumfeld sind eine wichtige Plattform für niederschwellige Jugendarbeit, für Integration und für soziales Lernen", erklärte der Baubürgermeister beim Spatenstich. Gerade in Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf wären derartige Projekte von großer Bedeutung. Das 20 auf 40 Meter große Spielfeld bekommt einen modernen Kunstrasenbelag. Zudem wird nordöstlich an den Bolzplatz ein 12 mal 12 Meter großes Basketballfeld angedockt. Ebenso ist eine überdachte Sitzgelegenheit für Jugendliche vorgesehen. Die haben sich die Heranwachsenden deshalb gewünscht, weil es in Rot an geeigneten Treffpunkten fehlt, wo sie auch einmal unter sich sein können. Die Pläne für das Projekt stammen vom Neckarsulmer Diplomingenieur Albrecht Ott.

"Der alte Platz war nicht mehr nutzbar, alles war kaputt", beschrieb Abel Yohannes den Zustand der Anlage. Trotzdem hat er sich dort regelmäßig mit seinen Freunden getroffen. Die Hobbykicker sind froh, dass sie bald in angenehmerer Atmosphäre gegen den Ball treten können. Läuft alles nach Plan, wird das Areal im Sommer fertig. "Um die Nutzung mache ich mir keine Sorgen", erklärte Alexander Mak, Sprecher des Arbeitskreises Kinder und Jugendliche. Im Gegensatz zum Platz an der Fleiner Straße liegt das Pliensäcker-Spielfeld nämlich nicht direkt neben Wohnbebauung. Dort hatte es in der Vergangenheit immer wieder Ärger gegeben, weil sich Anwohner über Lärm beschwert hatten. Nachdem ein Gutachten erstellt worden war, musste der Platz im vergangenen Sommer sogar geschlossen werden, bis dann vor kurzem eine Kompromisslösung gefunden werden konnte (die Nord-Rundschau berichtete).

Im Gegensatz zur Fleiner Straße sind die beiden Bolzplätze Pliensäcker und Tapachtal baurechtlich gesichert und im Hinblick auf die zu erwartende Lärmentwicklung auch geprüft und freigegeben. Was die Altersstruktur der Nutzer angeht, soll es, zumindest theoretisch, eine Regelung geben. Während an der Fleiner Straße zukünftig vor allem Kinder bis zum Alter von 14 Jahren kicken dürfen, ist das Pliensäcker-Spielfeld vor allem für ältere Jugendliche vorgesehen.



Von Bernd Zeyer
Mit frl. Genehmigung der Nord-Rundschau


09.03.2010

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