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Schokolade ist süss...
Doch wie schützen Sie die Zähne Ihrer Kleinen? Praxis Dr. Kleinknecht informiert


Der Winter mit seiner süssen Weihnachtszeit scheint noch gar nicht so lange her - und schon locken weitere süsse Freuden. Natürlich wissen wir, dass so viel Zucker nicht gut für die Zähne unserer Kinder ist. Doch wer möchte seinen Kindern all diese Zuckerfreuden schon vorenthalten - nur zum Schutz ihrer Zähne?

Für die (Zahn-)Gesundheit Ihrer Kinder sollten Sie grundsätzlich auf eine möglichst ausgewogene, vollwertige Ernährung achten und dabei natürlich so wenig Süßigkeiten wie möglich erlauben. Schließlich kommen Kinder ohnehin schon durch Freunde, im Kindergarten und der Schule mit Süßem und Junkfood in Kontakt, was gesundheitsbewussten Eltern oftmals ein Strich durch ihre Ernährungsvorstellungen zieht. Ratlos fragen sich viele, wie die Zahngesundheit ihrer Kinder bei all den Süßigkeiten, die an Festtagen noch hinzukommen, nicht auf der Strecke bleiben soll.

„Für die Gesunderhaltung der Kinderzähne können Eltern sehr viel tun“, so Zahnarzt Dr. med. dent. Kleinknecht aus Stuttgart-Rot. „Milchzähne benötigen einen ganz besonderen Schutz, da der harte Schutzmantel um den Zahn – der Schmelz – in Milchzähnen noch nicht ausgereift und sehr dünn ist und damit leichter angreifbar. Trotzdem sollte bei Kindern mit einem Süßigkeitenverbot nicht zu streng vorgegangen werden, da das die Gefahr erhöht, dass heimlich und dann erst recht zu viel genascht wird. Verbotenes macht bekanntlich richtig Spaß. Ich möchte aber trotzdem kein Plädoyer für Süßes halten, sondern ein paar einfache Regeln anbieten, um Ernährungsfehler und ihre Folgen für die Zähne einzudämmen:

Für Mütter mit Neugeborenen gilt die Regel: möglichst nur ungesüßte Nahrung, da das Kind sich so erst gar nicht an den süßen Geschmack gewöhnen kann. Ich spreche hier insbesondere von süßer Flaschennahrung wie z. B. Instant Tees. Auch Apfelsaft gehört nicht in Trinkflaschen, da hier nicht nur der Fruchtzucker, sondern auch die Säure viel Schaden an den Zähnen anrichten kann.

Wichtig ist auch das Stillen, da neben der Stärkung des kindlichen Immunsystems durch das starke Saugen die Kieferentwicklung gefördert wird.

Eine bewusste Ernährung bedeutet auch, nach verstecktem Zucker in Lebensmitteln zu fahnden. Lesen Sie öfter mal die Inhaltsangaben auf Verpackungen und vermeiden Sie zuckerhaltige Lebensmittel, die keine Süßigkeiten sind, wie z. B. Ketchup, gesüßte Cerealien fürs Frühstück etc. So können Sie die aufgenommene Zuckermenge zumindest besser kontrollieren.

Zahnfreundliche Süßigkeiten und Kaugummis haben auf der Verpackung das Symbol „Zahnmännchen mit Schirm“. Sie können ohne Bedenken gegessen werden. Zahnschonende Kaugummis haben sogar noch einen reinigenden Effekt, indem sie den Speichelfluss erhöhen. Generell ist Vorsicht bei gesüßten Getränken geboten, denn Softdrinks und Co. schaden den jungen Zähnen enorm. Deshalb sollte Kindern lieber von Anfang an nur Wasser und ungesüßter Tee zum Trinken gegeben werden, der Gewöhnungseffekt stellt sich schnell ein. Eine besonders gute Sache ist die neuerdings von der Aktion zahnfreundlich e. V. angebotene zahnschonende Schokolade, auch sie trägt das eben erwähnte Logo.

Doch nun zur Zahnpflege:

Viele Eltern wissen nicht, dass die Zähne schon nach dem Durchbruch einmal pro Tag geputzt werden sollen. Am erfolgreichsten sind Eltern, die aus dem Zähneputzen ein sich einprägendes allabendliches Ritual machen, bei dem mit einer erbsengroßen Menge Kinderzahnpaste gereinigt wird. Wenn das Kind die Zahnpasta schluckt anstatt auszuspucken, ist das unbedenklich, da Kinderzahnpasta im Gegensatz zur normalen extra nur die Hälfte an Fluorid enthält.

Wichtig ist ab dem ersten und bis spätestens zum dritten Lebensjahr mit dem Schnullern oder Daumenlutschen aufzuhören. Das ist deswegen von Bedeutung, weil durch diese Gewohnheiten der sich entwickelnde Kiefer deformiert wird und die Zahnstellung sich verschiebt, was spätere kieferorthopädische Behandlungen nach sich ziehen kann. Gerne beraten wir Eltern, die Probleme dabei haben, ihrem Kind das Lutschen abzugewöhnen. Denn auch hier gibt es Möglichkeiten.

Ab dem zweiten Lebensjahr sollte dann zwei Mal pro Tag geputzt werden - morgens und abends - , da mit ca. 2 1/2 Jahren auch die Milchmolaren durchbrechen und das Kindergebiss vollständig machen. Die erfolgreichste Methode ist dabei, die Kinder zunächst selbst putzen zu lassen, damit sie ein Gefühl für das Putzen entwickeln, und anschließend durch ein Elternteil nachzuputzen.

Ein Kind hat bis zur vollständigen Bezahnung mit drei Lebensjahren insgesamt 20 Zähne. Für die Sprache und Aussprache sind die Frontzähne besonders wichtig - bei vorzeitigem Verlust der Milchfront kann es zum Lispeln kommen. Bedenklich ist auch der vorzeitige Verlust der Milchmolaren – also der Milchbackenzähne. Sie gelten als Platzhalter für die nachkommenden bleibenden Prämolaren und sollten bis zu ihrem natürlichen Verlust erhalten bleiben. Ihr vorzeitiger Verlust führt dazu, dass die bleibenden Seitenzähne nicht genügend Platz für ihren Durchbruch haben. Dies kann langwierige kieferorthopädische Behandlungen nach sich ziehen. Wird regelmäßig ein Zahnarzt besucht, kann dies wiederum dadurch verhindert werden, dass zum Beispiel Milchzahnkronen mit einem Platzhalter eingesetzt werden. In schweren Fällen kann auch durch Einsatz von Kinderprothesen verhindert werden, dass der Platz sich zu stark einengt.

Ab dem sechsten Lebensjahr bricht dann der erste bleibende Backenzahn (Molar) durch. Dieser ist besonders häufig von Karies befallen. Um die bleibenden Molaren möglichst kariesfrei zu halten, bieten Zahnärzte Fissurenversiegelungen an. Hierbei wird die Fissur der Kaufläche mit einem dünnfließenden, lichthärtenden Kunststoff ausgefüllt und kann somit von Plaque nicht mehr befallen werden. Der Zahnschmelz wird dabei nur angeätzt, auch Kombinationen von Fissurenversiegelungen mit Füllungen sind möglich. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei ordnungsgemäßer Anbringung des Kunststoffes eine Haltbarkeit bis zu 20 Jahren möglich ist. Eine gute Möglichkeit, die für das Kauen so wichtigen Molaren lange gesund zu erhalten. Bis zum 17. Lebensjahr werden die Kosten für diese Behandlung sogar von den Kassen übernommen.

Durch bundesweite Prophylaxemaßnahmen sind in der Kinder- und Jugendzahngesundheit mittlerweile große Erfolge erzielt worden. Dazu haben auch Spezial-Programme wie die Individualprophylaxe (IP) beigetragen. Die IP sieht vor, dass Kinder und Jugendliche vom 6. bis zum 18. Lebensjahr mit dem Bonusheft zweimal im Jahr den Zahnarzt aufsuchen. Ist der Zahnarztbesuch erst einmal zur Gewohnheit geworden, stehen im allgemeinen keine größeren Reparaturen an und die Zahngesundheit kann lange gewährleistet werden. Welche Behandlung für ihr Kind im Einzelfall die beste ist, entscheiden wir individuell und freuen uns, Sie ausführlich beraten zu dürfen!“

Zahnarztpraxis Stuttgart
Dr. med. dent. Werner Kupferschmid
Dr. med. dent. Irina Przybille
Zahnarzt Thomas Rehmert

Haldenrainstraße 66
70437 Stuttgart-Rot
Telefon 0711 841469
Telefax 0711 8403038
dreskuk@t-online.de
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24.05.2011

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