Wie vielen Stadtteile, die in der Nachkriegszeit aufgesiedelt wurden, fehlt auch Rot ein Zentrum, an dem sich Nahversorgung und öffentliches Leben begegnen können.
Am Knotenpunkt Schozacher Straße / Haldenrainstraße treffen der öffentliche Nahverkehr mit Haltestelle, ein Supermarkt und weitere Nahversorgungsfunktionen sowie das stadtteilprägende Hochhaus „Romeo“ aufeinander.
Damit ist dieser Ort die erste Wahl, wenn es um die Planung eines Stadtteilzentrums für Rot geht. Durch die Entstehung des benachbarten Wohngebiets „Raiser“ bekommt die Stärkung der Nahversorgung an dieser Stelle zusätzliche Dringlichkeit. Es fehlen jedoch die angemessenen Platzqualitäten.
Eine intensiv abgestimmte Planung soll Lösungen entwickeln, die der Bedeutung des Knotenpunkts im Stadtteil entsprechen und sie unterstützen.
Schwerpunkte sind dabei die Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger, die Einrichtung eines Marktplatzes, die Schaffung von Stellplätzen, die gestalterische Qualität des Platzes und die Stärkung und Unterstützung der Nahversorgung vor Ort.
Bisheriger Verlauf / Meilensteine
12.11.2003
Erstes Treffen des Arbeitskreises 2 – Öffentliche Flächen und Verkehr zum Thema Umgestaltung des Knotenpunkts am „Romeo“. Der AK stellt Planskizzen zum angestrebten Umbau des Verkehrsknotenpunkts vor. Der weitere Verlauf ist abhängig von den Planungen des Öffentlichen Nahverkehrs, der beabsichtigt, die Bahnsteige der Stadtbahnhaltestelle Schozacher Str. zu verlängern.
22.01.2004
Erstes Treffen des Arbeitskreises 4 – Wohnen und Wohnumfeld. Darin integriert die Einzelprojektgruppe 4.1 – Ortszentrum.
11.02.2004
Verkehrsplanung und SSB stellen bei einem Treffen des Arbeitskreises 2 – Öffentliche Flächen und Verkehr die mit der Offenen Bürgerbeteiligung abgestimmten Planungen zum Umbau der Stadtbahnhaltestelle Schozacher Str. vor. Dabei ist die Zusammenfassung der bestehenden, diagonal angeordneten Haltestellen in Seitenlage zu einem gemeinsamen Bahnsteig für beide Fahrtrichtungen vorgesehen. Die Erstellung eines Verkehrsgutachtens und eine Kostenschätzung werden als nächste Schritte festgelegt.
03.04.2004
Infostand und Fragebogenaktion der Projektgruppe Ortszentrum. Der Bedarf an einer Zentrumsfunktion im Bereich des Verkehrsknotens wird bestätigt und mit konkreten Vorschlägen für einzelne Maßnahmen verknüpft.
09.06.2004
Das Ergebnis eines Verkehrsgutachtens wird dem Arbeitskreis 2 – Öffentliche Flächen und Verkehr vorgestellt. Die Funktionsfähigkeit des Verkehrsknotens nach den angestrebten Umgestaltungsmaßnahmen wird bestätigt.
Frühjahr 2005
Nach Prüfung verschiedener Varianten durch den Arbeitskreis, die SSB und die Verkehrsplanung wird die Entwurfsvariante 3 der SSB als die gewünschte Lösung festgelegt. Sie sieht die Zusammenlegung der Bahnsteige für beide Fahrtrichtungen in Seitenlage vor dem Hochhaus „Romeo“ vor und wird auf ca. 1.200.00 € Baukosten geschätzt. Eine Realisierung soll im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Ortszentrums erfolgen.
Januar bis Mai 2005
Das Stuttgarter Institut Weeber + Partner erarbeitet ein Einzelhandelsgutachten zu Problemen und Chancen der Nahversorgung in Rot. Es bestätigt im Wesentlichen den Bedarf an einem Zentrum für den Stadtteil. Dabei wird die Konzentration von bisher linear verteilten Geschäften im Bereich eines städtebaulich zu schaffenden Platzes beim „Romeo“ empfohlen.
Weiterer Verlauf
Herbst 2005
Antrag auf Erweiterung des Sanierungsgebiets um den Anschlussbereich des Knotenpunkts in Richtung Westen
bis Dezember 2005
Erarbeitung eines städtebaulichen Vorentwurfs und einer Kosten- und Finanzierungsübersicht durch das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung.
Frühjahr 2006
Grundsatzbeschluss des Gemeinderats.
Projektbeteiligte
Arbeitskreise AK2 – Öffentliche Flächen und Verkehr und AK4 – Wohnen und Wohnumfeld der „Sozialen Stadt“. Projektträger : Einzelprojektgruppe (EPG) 4.1 und EPG 2.1
Projektsprecherin : Beate Hermann Tel: 84 56 79 e-mail: beate.hermann@t-online.de
Stellvertreterin : Maria Wagner Tel: e-mail:
Außerdem :
Planung Stuttgarter Strassenbahn AG Stadtteilmanagement für Rot, Ute Kinn Ingenieure MAP, Kornwestheim Institut Weeber + Partner, Stuttgart Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung
Kenndaten
bisherige Planungskosten 4442,80 Euro (Verkehrsgutachten) 9.800,0 Euro (Einzelhandelsgutachten)
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